Was ich anbiete

Psychotherapie

Psychotherapie ist eine Heilmethode, in der über das Gespräch zwischen zwei Menschen (Einzeltherapie) oder zwischen mehreren Mitgliedern einer Gruppe (Gruppentherapie) gearbeitet wird. In diesem Gespräch wird versucht, einen Menschen mit seiner Geschichte, seinen Gefühlen, seinen Werten, seinen Bedürfnissen und Wünschen, seinen Problemen, seinen Ängsten, seinen Sonnen- und Schattenseiten, also mit all dem, was ihn ausmacht zu sehen und zu verstehen. Dabei bietet Psychotherapie einen Raum, in welchem über die Person nicht gewertet oder geurteilt wird, sondern sie wird in erster Linie so angenommen wie ist ist.

Menschen kommen natürlich mit unterschiedlichen Wüschen und Zielen in eine Therapie. Dementsprechend dauert eine Therapie länger oder kürzer bzw. beschäftigt sich oberflächlicher oder tiefergehender mit den obengenannten Aspekten.

Integrative Gestalttherapie

Die Gestalttherapie gehört zu den sogenannten humanistischen Therapiemethoden. Eines der wesentlichen Merkmale ist, dass man in der Gestalttherapie im „Hier und Jetzt“ arbeitet. Dies bedeutet, dass besonders auf die momentanen Gefühle, Gedanken und Wahrnehmung geachtet wird. Die Gegenwart dient als Ausgangspunkt, um sich den Aspekten Ihres Lebens zuzuwenden, die sich als hemmend, störend oder blockierend zeigen. Sowohl aktuelle als auch vergangene Momente Ihrer Lebensgeschichte werden dabei berücksichtigt. Die Gestalttherapie geht aber davon aus, dass man nur im „Hier und Jetzt“ an sich arbeiten kann und Veränderung nur in der Gegenwart möglich ist.

Ich sehe mich hier nicht als Allwissender, sondern sehe Sie als Experten/ Expertin für sich selber. Ich selber bringe mich mit meinem professionellen Wissen, meinen Fähigkeiten und ebenfalls mit meiner Wahrnehmung und meinen Gefühlen ein. Dabei arbeite ich stützend, explorierend und hin und wieder konfrontierend. Ich lege besonders Wert darauf, dass Ihre Grenzen während der Sitzung gewahrt und respektiert werden, wobei es schon vorkommen kann, diese ich diese immer wieder ein wenig austeste.

Unterstützend zum Gespräch können in der Gestalttherapie auch kreative Medien wie Zeichnen, Ton oder Musik eingesetzt werden. Außerdem werden in der Therapie auch der Körper und insbesonders die Körperwahrnehmung mit einbezogen. Weiters können auch immer wieder therapeutische Rollenspiele in die Therapie eingebaut werden, damit Sie sich selbst aus anderen Perspektiven kennen lernen.

Nochmals soll an dieser Stelle betont werden, dass vor jeder Intervention unbedingt Ihr Einverständnis eingeholt werden muss. Genauso wird die Intervention sofort gestoppt, wenn Sie dies wünschen.

„Was immer existiert, ist hier und jetzt. Die Vergangenheit ist gegenwärtig als Erinnerung, Nostalgie, Bedauern, Ressentiment, Phantasie, Legende, Geschichte. Die Zukunft existiert in der aktuellen Gegenwart als Vorwegnahme, Planung, Probehandeln, Erwartung, Hoffnung oder Furcht und Verzweiflung.“ – Lore Perls

Warum sollte ich Psychotherapie machen?

Noch immer es gibt viele Vorurteile und Mythen über Psychotherapie. Dies fängt schon dabei an, dass vielen nicht klar ist, was der Unterschied zwischen Psychologie, Psychotherapie und Psychiatrie ist. Leider ist die Meinung noch immer sehr starkt vertreten, dass Psychotherapie etwas für die ist, die „schwer krank“ sind oder, entschuldigen sie die Ausdrücke, „deppat“ sind oder „nicht alle Tassen im Schrank haben“. Immer wieder hört man Sätze wie: „Was, du brauchst Psychotherapie? Was ist denn bei dir falsch? So verrückt wirkst du ja gar nicht. Jetzt stell dich nicht so an, gib dir doch ein bisschen mehr Mühe. Das sind ja keine Probleme.“ Eine Psychotherapie zu besuchen ist noch immer ein Tabu. Und wenn man dann doch eine besucht, muss das ein Geheimnis sein, welches gut gehütet gehört. Immerhin will man ja nicht, dass die Nachbarn denken könnten, man wäre verrückt. Oder noch schlimmer… was würden denn die Eltern da sagen? Mein Kind, das braucht doch keine Psychotherapie?

Nun, ich finde dies wirklich schade. Immer wieder treffe oder höre ich von Menschen, die schon viel zu lange darunter leiden, dass sie vor langer Zeit etwas Schreckliches erlebt haben. Etwas, dass sie noch immer in ihrem Alltag belastet und in ihren Alpträumen heimsucht.

Oder Menschen, die mit allen möglichen Ängsten leben, vor bestimmten Tieren, vor Beziehungen, vor sozialen Kontakten, vor dem Fliegen, usw. und sich von diesen Ängsten in ihrem Leben einschränken lassen und sich einen Teil von ihrer Lebensqualität rauben lassen.

Oder Personen, welche immer wieder in ein bestimmtes Verhalten zurückfallen, von dem sie wissen, dass es ihnen schadet und deswegen auch ein schlechtes Gewissen haben, aber es dennoch nicht schaffen, ihr Verhalten zu ändern.

Nun könnte man diese Liste noch erweitern mit weiteren Themen, welche furchtbar belasten und ebenfalls einschränken wie Zwänge, Depressionen, Trennungen, der Wunsch nach Veränderung und viele mehr…  Nun, durch beschriebene Tabus fällt es oft schwer, über sein Leiden zu sprechen, wodurch man sich zusätzlich schnell alleine und einsam fühlen kann und sich oftmals zusätzlich dazu noch für sich selbst schämt.

Beziehungsweise, wenn wir uns ehrlich sind, sind wir doch alle auch eher gemütliche Wesen und bleiben lieber bei dem: „Na eigentlich, eigentlich geht es mir eh gut. Das wird schon von alleine wieder besser werden. Ich mein, so schlimm ist’s ja dann eh wieder nicht, andere haben es da viel schwerer.“ Und doch weiß man insgeheim, dass es einem nicht gut geht.

Bei all diesen Themen bietet Psychotherapie einen geschützten Raum, um ohne Bewertungen über sich sprechen zu können. Sie ist wirkungsvoll und ermöglicht es Menschen wieder Freude, Freiheit und Lebensqualität zurück zu gewinnen. Dabei möchte ich Ihnen nun aber nichts vormachen, eine Psychotherapie zu machen ist anstrengend und fordernd. Es braucht viel Mut, sich mit sich selbst und Seiten an sich selbst, die man nicht mag, auseinanderzusetzen. Dennoch lohnt es sich, diese Anstrengungen auf sich zu nehmen, um gestärkt und mit mehr Sicherheit und Lebensqualität aus diesem Prozess zu kommen und  selbstbestimmt zu leben.

Es wird alles immer gleich ein wenig anders, wenn man es ausspricht. – Hermann Hesse

Themen

Sucht – Alkohol, Internet, Spiele, Pornographie, weitere Süchte (auch für Angehörige)

Beziehungsprobleme – Wiederbelebung der Beziehung, Konflikte, Probleme bei der gemeinsamen Sexualität, Gemeinsames Beenden einer Beziehung

Probleme bei Sexualität

Angst/ Panikattacken

Depression Perspektivlosigkeit/ Hoffnungslosigkeit

Lebenskrisen und Entscheidungsfindung Was will ich? Wohin will ich? Welche Bedürfnisse habe ich?

Krisenintervention – auch bei Suizidalität

Körperliche Erkrankungen

Traumatische Erfahrungen

Schlafprobleme, Alpträume

Persönliche Weiterentwicklung – Identitätsfindung

Trauerbegleitung

Nicht bewältigbare Traurigkeit

Zwanghaftes Verhalten

Geringschätzung seiner Selbst – sich selbst nicht mögen; das Gefühl haben, dass man nichts kann, Ständige Vorwürfe sich selbst gegenüber